15.04.2010
Causa AMIS – KLARSTELLUNG ZUM SCHREIBEN DER LIQUIDATOREN

Wie uns von einigen Anlegern mitgeteilt wurde, haben die Liquidatoren von AMIS Funds / Top Ten Multifonds in Luxemburg an eine große Zahl von Anlegern ein Schreiben verschickt, in dem die Zurückstellung der Anlegerforderung mit einer Forderungsanmeldung der AeW begründet wird. Eine entsprechende Information der Liquidatoren an die AeW ist leider nicht erfolgt.

Die Geschäftsführung der AeW sieht sich nun zu folgender Klarstellung veranlasst:

Es wurde seitens der AeW lediglich eine bedingte Forderung in Luxemburg angemeldet. Dies war erforderlich, damit die AeW in Rechte von Anlegern eintreten kann, deren Forderung sie in Österreich befriedigt. Dieser Schritt wurde nötig, da die Liquidatoren in Luxemburg den gesetzlichen Eintritt in die Rechte der Anleger im Fall der Bezahlung durch die AeW ausdrücklich bestritten haben.

Die Geschäftsführung hat gegenüber den Liquidatoren bereits mehrfach betont, dass eine rasche Verteilung des in Luxemburg befindlichen Vermögens unbedingt erforderlich ist.

Dieses Vermögen ist

1. vorhanden und

2. unbestritten Anlegervermögen,

sodass dieses auch umgehend den berechtigten Anlegern retourniert werden muss!

23.09.2009
Causa AMIS

Aufgrund rudimentärer Regelung eines Entschädigungsfalls im Wertpapieraufsichtsgesetz und unterschiedlicher Schlussfolgerungen von AeW und Anlegern bzw. deren Vertretern in der Causa AMIS war es unumgänglich, die Gerichte mit der Auslegung zu befassen. Da die AeW der Meinung war - und nach wie vor ist, dass es sich um keinen Fall der österreichischen Anlegerentschädigung handelt, wurde sie mehrfach auf Zahlung geklagt. Diverse Prozesse, die sich in unterschiedlichen Stadien befinden, sollen rechtliche Klarheit schaffen. Da eine Rechtsprechung zur Auslegung der Anlegerentschädigung nach dem WAG fehlt, wurde vom HG Wien die ordentliche Revision an den OGH ausdrücklich zugelassen. Mittlerweile erwartet die AeW jederzeit eine erste Entscheidung des OGH. Aus der Tatsache, dass die AeW bereits in drei Fällen Anleger befriedigte, ist keine Präzedenz abzulesen, entspringt sie doch bloß dem Umstand, dass das Urteil des HG Wien - aufgrund der geringen Klagsbeträge einer Revision an den OGH entzogen - bereits in der zweiten Instanz in Rechtskraft erwuchs.