27.04.2011
AvW Invest AG – Ende der Anmeldefrist am 4. Mai 2011

Die Geschäftsführung der Anlegerentschädigung von WPF GmbH weist darauf hin, dass die gesetzliche Frist zur Anmeldung von Forderungen am 4. Mai 2011, 24 Uhr abläuft.

Für die Forderungsanmeldung gibt es keine besonderen Formvorschriften, diese können daher schriftlich per Post oder per E-Mail an avw@aew.at eingebracht werden. Um eine erste Bearbeitung zu ermöglichen sollten zumindest folgende Daten enthalten sein:

  • Persönliche Daten des Anlegers (Vor-, Nachname, Geburtsdatum, Wohnadresse)
  • Nachweis der Identität (z.B. Kopie des Reisepasses)
  • zur Veranlagung eingezahlter Betrag (Zahlungsbeleg etc.)
  • Genussscheinnummer / Zertifikatsnummer (bzw. Kopie des Genussscheins / Zertifikats)

Sollten weitere Unterlagen nötig sein, werden wir diese nachfordern, was aber keinen Einfluss auf die Rechtzeitigkeit der Anmeldung hat.

In Anbetracht der Vielzahl an eingebrachten Forderungsanmeldungen ersuchen wir um Verständnis, dass wir keine Empfangsbestätigungen versenden können!

10.01.2011
AvW Invest AG

Die Geschäftsführung der AeW hat die ihr bislang vorliegenden Forderungsanmeldungen in der Causa AvW einer Prüfung unterzogen und ist zum Ergebnis gekommen, dass keine Zahlungsverpflichtung der gesetzlichen Entschädigungseinrichtung gemäß § 75 WAG besteht.

Dies u. a. aus folgenden Überlegungen:

Die Erkenntnisse aus dem OGH-Urteil zur Causa AMIS (9 Ob 50/09g) sind auf die Causa AvW nicht übertragbar. Das Investment der Anleger in Genussscheinen der – vereinfacht gesagt – AvW ist grundsätzlich anders zu beurteilen als der Sachverhalt, der der genannten OGH-Entscheidung zugrunde liegt. Im Fall AvW haben die Anleger einem Dienstleistungsunternehmen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Ob das Unternehmen – und nicht die „Anleger“ – dann vereinbarungsgemäß zum Teil Papiere dritter Unternehmen kauft oder einen anderen Geschäftszweck verfolgt, ändert nichts am Rechtsverhältnis zwischen Anleger und Unternehmen. Im Fall AMIS dagegen war das WPDLU beauftragt, für den Anleger in fremden Papieren zu investieren. Außerdem könnte eine Haftung, wenn überhaupt, nur bestehen, wenn die Genussscheine (deren Wert naturgemäß schwankt und im konkreten Fall wohl sehr tief gefallen ist) dem Anleger nicht ausgefolgt worden wären, und auch dann nur, wenn dadurch der Anleger sein Recht aus dem Genussschein (wie viel dieses Risikoinvestment auch immer wert sein mag) verloren hätte. Dies liegt hier allerdings nicht vor. Ergänzend verweisen wir auf den gesetzlichen Ausschluss der Haftung gemäß § 75 Abs 3 WAG i.V.m. § 93 Abs 5 Z 2 oder Z 10 BWG.

Aufgrund der Erfahrungen in der Causa AMIS wurden jene Rechtsanwälte, die bislang Forderungen für AvW-Anleger bei der AeW angemeldet haben, zu einer Besprechung Ende Jänner eingeladen. Bei dieser Gelegenheit werden gemeinsam offene Fragen erörtert und eine sinnvolle Vorgangsweise festgelegt, um parallel laufende Aktionen zu vermeiden.

Die Geschäftsführung der AeW ist jedenfalls bemüht und sehr daran interessiert, möglichst rasch und für alle Beteiligten ressourcenschonend, notfalls durch Musterprozesse, Rechtssicherheit zu schaffen.

02.06.2010
AvW Invest AG

Die Anlegerentschädigung von WPF GmbH ist derzeit bemüht, Informationen zu den Hintergründen der Causa AvW zu bekommen um diese einer rechtlichen Prüfung zu unterziehen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf den Newsletter Juni 2010 der gerichtlich bestellten Masseverwalter auf der AvW-Homepage, wo diese auf die Komplexität der rechtlichen Problemstellungen hinweisen.

Die AeW geht aufgrund der ihr bisher vorliegenden Informationen nicht von einer Entschädigungspflicht aus, die Prüfung des Sachverhalts dauert jedoch noch an.

Vorerst keine Eile geboten

Die gesetzliche Frist zur Anmeldung von Ansprüchen beträgt ein Jahr ab Konkurseröffnung. Da über das Vermögen der AvW Invest AG am 4. Mai 2010 der Konkurs eröffnet wurde, haben Sie bis 4. Mai 2011 Zeit, Ihre Ansprüche geltend zu machen.